Sonnenaufgang

Geologie Zirler Höhenweg und Schloßbachklamm

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Bei unserer geologischen Wanderung am Zirler Höhenweg und in die Schloßbachklamm westlich der Ehnbachklamm durchschreiten und beobachten wir auf bequemen Steigen  Reibl- und Hauptdolomit Formationen  (Trias : Mittleres Karn bis Mittleres Nor) die über einen Zeitraum non 15 mya sedimentiert worden sind.

Wer den Schwerpunkt weniger auf die Geologie als auf das Naturerlebnis legen will, sollte sich folgende Seiten anschauen: Wanderung in die Ehnbachklamm bei Zirl Rundwanderweg Zirler Kalvarienberg - Ehnbachklamm.

Geologische Karte Zirl

Ausschnitt aus der "Alpenvereinskarte Digital Karwendel Gebirge - West"

Ausgangspunkt ist ein kleiner Parkplatz, den man von Innsbruck auf der Seefelder Schnellstraße kommend bei der 1.Ausfahrt Zirl findet (neben dem Roten Kreuz Gebäude).
Dem Wegweiser folgend steigt man zur kleinen Kirche auf den Kalvarienberg hinauf. Von hier muß man auf der Asphaltstraße nach Hochzirl etwa 100m absteigen, wo der Beginn des Steiges zum Zirler Höhenweg angezeigt wird. Der Wanderweg ist in der Karte gelb markiert.
Wer nur die beeindruckenden Felsbänder des Hauptdolomits in der Schloßbachklamm sehen will, kann vom in der Karte rot mit P angezeigten Ort den Hinweisschildern zum Schießstand folgen.
Die Einordnung der geologischen Formationen im N von Zirl wurden bereits hier besprochen. Gleich an der Straßenkehre hinter dem Kalvarienkirchlein haben wir einen schönen Aufschluss von Raibl-Karbonaten beobachten können.

Schloßbachklamm und Hauptdolomit (Nor)

Wir haben jetzt den Schießstand erreicht, der am Ausgang der Schloßbachklamm liegt. Hier beginnt der großartige Aufschluss des Hauptdolomits.
Zur Erinnerung: Die Sedimentation des Hauptdolomits erfolgt in einem lagunaren Bereich relativ ungestört in der Zeit des späten Karniums und des Noriums (beide Obertrias, vor ca. 230–200 Millionen Jahren). Wir haben schon auf unserer Wanderung bis hierher festgestellt, dass die gesamten Deckenstabel (Wettersteindolomit, Raibl-Schichten, Hauptdolomit) während der Alpinbildung ca. nordvergent gefaltet worden sind und daher die Faltenschenkel fast senkrecht einfallen. In der Schloßbachklamm werden die Falten des Hauptdolomits durch eine tektonische Störung senkrecht zur Faltenachse durchtrennt. Das klastische Material, das zwischen den einzenen Bändern vorhanden ist, wird teilweise herausgeschwemmt. Die steil aufragenden Gesteinsbänder stehen daher beeindruckend in die Klamm hinein.
Die folgenden Bilder stammen aus der Klamm: